Region
Nr. 24 – 10.06.2004

Ursula Bernet gründet die «Tierinsel» in Wil

Endstation Gnadenhof

Bereits seit Jahren macht sich Ursula Bernet, Mitbegründerin der Tierhilfe Zodiac Wil, für ausgesetzte, gequälte oder verloren gegangene Tiere stark. Nun möchte sie ihre Kraft den häufig in Vergessenheit geratenen Gnadenhöfen, Tierasylen und Findeltierheimen widmen, um diese finanziell zu unterstützen und um deren Aufmerksamkeit zu ringen.

Ursula Bernet war seit der Gründung von Zodiac im Jahre 1997 als engagierte Mitarbeiterin bei dieser aktiv. Schon seit jeher kämpft sie im Namen der Tiere für Gerechtigkeit.

Trauriges Schicksal

Nach ihrem Rücktritt bei der Tierhilfe Zodiac im Februar diesen Jahres ist es ihr nun ein echtes Bedürfnis, sich für die ärmsten Kreaturen in der Tierwelt einzusetzen. «Bereits während meiner Arbeit bei der Tierhilfe wurde ich mit den hartnäckigen, finanziellen Problemen der Findeltierheime, Tierasyle und Gnadenhöfen konfrontiert. Dort finden ausgesetzte, vergessene und geschundene Tiere aller Arten ein neues, liebevolles und artgerechtes Zuhause. In den meisten Fällen ist eine Neuplatzierung nicht möglich und so dürfen diese Tiere ihr Leben in der beschützten Obhut dieser Heime verbringen.»

Aufmerksamkeit wecken

«Diese Einrichtungen werden von aufopferungsbereiten, selbstlosen Tierfreunden betreut, die ihre Zeit, ihre Liebe und Zuwendung voll und ganz den hilfsbedürftigen Tieren widmen. Schon manch gut gemeintes Projekt ist an Geldproblemen gescheitert. Darum möchte ich mich nun mit der »Tierinsel« für diese Institutionen einsetzen, indem ich Öffentlichkeitsarbeit wie Standaktionen betreibe und für sie auf Spendensuche gehe», erklärt die Wilerin.

Nur kontrollierte Heime

«Der Name »Tierinsel« verrät ja bereits, dass diese Heime zu Inseln für so manch armes Geschöpf geworden sind. Ich finde, diese Zufluchtsinseln verdienen es, unterstützt zu werden, denn Tag für Tag verschlingt deren Unterhalt sehr viel Geld», erklärt Ursula Bernet zu ihrer Idee. Auch bei der Tierhilfe Zodiac war sie stets bemüht, Findeltierheimen nach Möglichkeit etwas unter die Arme zu greifen. Diese Unterstützung möchte sie nun weiterführen und ausbauen. Unterstützt werden nur jene Heime, welche im Vorfeld von der Tierinsel gründlich unter die Lupe genommen wurden.

Futternäpfe und Körbli

Nebst der finanziellen Unterstützung freut sich die Tierinsel auch über Sachspenden wie Futter, Fressnäpfe oder Körbli. Auch Patenschaften werden gerne vermittelt. Der Erlös aus Standaktionen, welche sporadisch durchgeführt werden, geht ebenfalls direkt an die Findeltierheime. Jeder Betrag, der einbezahlt wird, kommt direkt den Heimtieren zugute. Die administrativen Kosten beschränken sich auf ein absolutes Minimum. (tierinsel@bluewin.ch / PC: 85–701360–0

Petra Walter

 


© Wiler-Nachrichten, 1998-2004
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